Futter ist gleich Futter??

Ganz sicher nicht
Als jugendlicher Hundeführer (das sind jetzt fast 50 Jahre her) war das füttern unserer Hunde eigentlich sehr unproblematisch da gab es Flockenfutter das unbedingt lange genug vor dem Füttern mit Wasser eingeweicht werden musste. (Es musste so untergebracht werden dass die Hunde nicht unbeobachtet an den Futtersack kamen - es bestand Lebensgefahr da es im Napf quellen musste - nicht im Magen. So mancher hungrige Hund verendete mit geplatzten Magen) Man kannte noch den einen oder anderen Bauern oder Metzger der selbst schlachtete und uns den Schlachtabfall verkaufen konnte. So konnten wir immer wiedermal Pansen, Blätter- oder Labmagen, Schweine-schwänze, Schweineohren, Fleischknochen oder sonstiges für kleines Geld kaufen. Das glich die Mangelernährung der Getreideflocken aus. Jedenfalls sind unsere Hunde damals fast noch älter als heute geworden.
Seit uns die EU diese sogenannten Hausschlachtungen verboten hat und Monopole der Fleischindustrie geschaffen hat, die die Tiere teilweise unter unsäglichen Qualen abschlachten, kommen wir an diese ehemaligen Schlachtabfälle nicht mehr ran. Wenn man heute in der Inhaltsangabe verschiedener Hundefutter nachschaut gibt es die "Schlachtabfälle" zwar noch, dann ist das aber meistens nur noch Fell, Klauen, Schnäbel Federn oder anderes "wertvolle" Material und wird ganz vorne auf dem Etikett noch ganz frech als Fleischanteil deklariert.

Und jetzt

Ich möchte, wie jeder verantwortliche Hundehalter das mein treues Tier (das von dem ganzen Problem nix weis, sondern einfach nur frisst was schmeckt) gesund ernährt wird. Und zwar angepasst auf jede Lebensphase und jeden unterschiedlichen Lebensumstand. Ich möchte auch keine Nahrung kaufen die aus 80% Wasser besteht und mir jeden Tag eine leere Blechbüchse beschert die mit viel Energieaufwand hergestellt und wieder recycled wird. Diese Nahrung kommt ja auch hinten wieder aus meinem Hund raus. Ich entferne das dann auch mit "Freude", eine ganze Hand voll stinkendem, weichen Brei der sich natürlich auch nicht ohne Rückstande auf dem Boden aufnehmen lässt. Barfen geht für mich auch nicht, erstens kommt das Fleisch bis ich das kaufen kann aus der wie vielten Tiefkühltruhe, ist meistens schon durch die ganze Republik gefahren worden und schon sehr lange Zeit energieintensiv gelagert worden. Zudem bin ich kein Ernährungswissenschaftler der in irgendeiner Weise abschätzen kann welche Ernährungs - Ergänzungsmittel in welcher Dosis zusätzlich verabreicht werden müssen. Zudem nervt mich das immer wiederkehrende Argument der Industrie der Hund stamme ja schließlich von Wolf ab und brauche deshalb Fleisch, Fleisch und Fleisch. Der Wolf reißt erst die Bauchdecke von seiner Beute auf. nimmt die Blutorgane Milz und Leber und dann die Gedärme samt Inhalt. Die Beutetiere sind überwiegend Vegetarier und entsprechend ist der Darminhalt vorverdaute Pflanzenkost. Erst dann macht er sich über das Muskelfleisch her. Also doch nicht ganz so einfach wie uns teilweise sehr engagierte Barfjünger weis machen wollen.

Mein Fazit

Als erstes habe ich einmal mich in den Vordergrund gestellt. Ich muss als Halter meines Tieres entscheiden.
Dabei hab ich mich für ein Trockenfutter als Grundnahrung entschieden, unabhängig vom Preis, denn ein Schapendoes braucht ja soo viel nicht. So habe ich bei einem Komplett- oder Alleinfutter eine gute Basis. Extra-Futter gibt es ja irgendwie täglich. Das ist mal mehr oder wenig wertvoll. Also das kann auch mal Pansen aus der Barf-Truhe sein, oder ein Joghurt, ein Stück Fleischwurst oder unbedingt die heißgeliebte Leberwurst, mal etwas Käse oder ein Aldi-Leckerli. Also echt entspannt, wie es grade kommt. Zudem kann ich Trockenfutter den ganzen Tag über meinem Hund bereitstellen und er kann es immer bei Bedarf nehmen ohne sich einmal am Tag den Bauch vollzuschlagen und den Rest des Tages nichts mehr zu haben. Machen Sie das mal mit anderem Futter im Sommer!! Des Weiteren kann ich wenn wir unterwegs sind das Trockenfutter ganz unproblematisch mitnehmen und kann es unserem Hund überall und jederzeit verfüttern.
Beim Trockenfutter bin ich von einer französischen Marke überzeugt die seit Jahrzehnten viel Geld in die Forschung steckt und ein hochverdauliches Futter für alle Lebensphasen anbietet. Auch der Unterschied bei dem was hinten wieder rauskommt - da ist gutes Trockenfutter echt Komfortzone 🤗